LTE (Long Term Evolution)

LTE wird heute als Nachfolger von UMTS bezeichnet. Sein besonderes Kennzeichen ist die Multiplex-Technologie, die vor allem mit geringen Latenzzeiten punktet. Die ersten praktischen Ansätze dafür gab es mit einem von Siemens Networks im Jahr 2006 vorgestellten Emulator. Die weltweite offizielle Präsentation fand auf der ITU 2006 in Hongkong statt. Schon wenige Monate später gab es die erste Weiterentwicklung, die unter experimentellen Bedingungen einen Upstream von bis zu 108 Megabits pro Sekunde möglich machte.
Doch erst im Jahr 2008 fand die neue Technik Einzug in die erste Hardware. Der Mobile World Congress überraschte die Besucher mit mobilen Endgeräten bei denen eine Übertragungsrate von 25 Megabits pro Sekunde demonstriert wurde. Diese Werte wurden von LG bereits zum Jahresende überboten. LG präsentierte einen Chip, der bis zu 60 Megabits pro Sekunde im Down- und Upstream übertragen konnte. Damit wurde in der gleichen Zeit das Achtfache der übertragenen Datenmengen möglich, die im HSDPA-Standard erreicht werden.
LTE wird als 3,9G Standard definiert und befindet sich bereits in der Weiterentwicklung, da nicht alle Anforderungen an den von der ITU definierten 4G Standard erfüllt werden. Das soll sich mit LTE-Advanced ändern. Die LTE-Anbieter benutzen für die Übertragung typischerweise die Frequenzen 800 Megahertz und 2,6 Gigahertz. Eine Ausnahme stellt die Telekom dar, die für den neuen und extrem schnellen Mobilfunkstandard die Frequenz 1.800 Megahertz nutzt.
Praktische Vorreiter bei der kommerziellen Nutzung sind Schweden und Norwegen, in deren Hauptstädten vom Anbieter TeliaSonera bereits zum Jahresende 2009 die ersten LTE-Netze in Betrieb genommen worden sind. Erste technische Anlagen sind in Deutschland und Österreich in Herbst 2009 ans Netz gegangen. Ein großflächiger Ausbau soll ab Herbst 2011 vor allem in Ballungsräumen erfolgen.
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